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GEORG POPLUTZ | F. Schubert
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„Nur über uns die Linde rauscht“ – Liederabende mit Eichendorff-Vertonungen von Schumann, Wolf, Lutz u.a. – (mit Rudolf Lutz, Klavier)

„Der Sänger Georg Poplutz überreizte die Lieder nicht mit stimmlicher Effekthascherei und übermäßiger Dramatisierung. Die Gedichte profitierten von Poplutz’ exzellenter Diktion. Fast schien es, als hätte er sich zuerst rhetorisch nur auf die Interpretation der Lyrik spezialisiert, um ihr dann einen Mantel aus Tönen zu geben. Seine Tenorstimme knüpfte schwelgerische Melodiebögen, die er feinsinnig zu Ende spann. Durch eine schlanke Stimmführung bewirkte er Intensität und inspirierte die Phantasie des Publikums. Der Sänger lotete die emotionalen Facetten aus. […] Er entwarf ein sattes Klanggemälde, profitierte von seiner kultivierten Tiefe und seiner majestätisch-jugendlichen Höhe. […] Dass Georg Poplutz ein Maler mit der Stimme ist, bewies er in „Abend“, einer Eigenkomposition von Rudolf Lutz.
An diesem Abend führte Rudolf Lutz als Wanderleiter durch das Programm. Er begeisterte mit souveräner Rhetorik. Der Pianist erwies sich als schauspielerisch begabter Rezitator, trockenem Humor nicht abgeneigt, was beim Publikum sehr gut ankam. Als Komponist steuerte er mehrere Neuvertonungen von Eichendorff-Gedichten bei. […] Georg Poplutz brillierte mit tenoraler Strahlkraft sowie Zartheit in der Kopfstimme. Der Sänger bot Belcanto und Ausdruck. […] – Eppsteiner Zeitung, 29. Mai 2024

F. Schubert: Winterreise (mit dem Eliot Quartett)

„[…] Georg Poplutz, der nach anfänglichem Ausloten der Akustik zu sonorem, makellosem und gerade im Piano-Bereich anrührendem Ton fand. In seiner kultivierten und den Text eher melancholisch als verzweifelt  darstellenden Art charakterisiert er den heimatlosen Wanderer als immer noch Hoffenden, der zeitweise glücklicheren Wachträumen erliegt.“ – HNA, 3. Mai 2024